Die richtige Einrichtung wählen

Um die richtige Einrichtung wählen zu können, ist es wichtig zu wissen, dass die Wohnzentren ein unterschiedliches Betreuungsangebot entsprechend den Bedürfnissen der Zielgruppen bieten.

  • Das Betreute Wohnen richtet sich an aktive und unabhängige Senioren, die gemeinsam unter einem Dach jeweils in ihrer eigenen Wohnung leben. Im Bedarfsfall können Krankenpflegeleistungen erbracht werden.
  • Die CIPA (Integrierte Zentren; ursprünglich Altenheim) sind für Senioren konzipiert, die zum Zeitpunkt ihrer Aufnahme noch relativ eigenständig sind. Das Leistungsangebot umfasst Pflege, Verpflegung und Hotellerie sowie soziale und soziokulturelle Betreuung. Bei Verschlechterung seines Zustands, kann der Bewohner im CIPA bleiben.
  • Die Pflegeheime richten sich an pflegebedürftige Menschen, die bei der Aufnahme kein unabhängiges Leben mehr führen können. Das Leistungsangebot umfasst Pflege, Verpflegung und Hotellerie sowie soziale und soziokulturelle Betreuung. Die Pflege und die soziale Betreuung sind besonders auf die Bedürfnisse von Senioren mit körperlichen oder psychischen Belastungen abgestimmt.

Alle Wohneinrichtungen von SERVIOR sind vom Ministerium für Familie und Integration zugelassen.

Was der Gesetzgeber vorsieht

1 Betreutes Wohnen

Eine Einrichtung für betreutes Wohnen umfasst eine Anzahl von Wohneinheiten für Senioren, dazu kommt ein Angebot an Betreuungs- und/oder Pflegeleistungen. Die Wohneinheiten können vermietet, verkauft oder in welcher Form auch immer zur Verfügung gestellt werden.

Einrichtungen für betreutes Wohnen können ihre Wohneinheiten nur an Senioren vermieten, die nicht mehr als 12 Stunden Pflege und Betreuung in der Woche benötigen, die Leistungen der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung und Mobilität) eingerechnet.

Wenn sich der Gesundheitszustand eines Bewohners verschlechtert und er ständige Pflege benötigt (mehr als 12 Stunden in der Woche), wird er vorrangig in einem CIPA oder Pflegeheim aufgenommen.

 Gesetzliche Mindestleistungen

  • Für Hilfe im Bedarfsfall muss den Senioren an mindestens 5 Tagen in der Woche für mindestens 8 Stunden am Tag ein Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
  • Während der Servicezeiten werden die Senioren entweder von hauseigenem Personal oder von einem ambulanten Pflegedienst betreut.
  • Außerhalb der Servicezeiten muss den Bewohnern ein Notrufbereitschaftdienst (Télé-Alarme) zur Verfügung stehen.

Quelle: Praktischer Ratgeber für Senioren, (luxsenior.lu), ministère de la Famille

2 CIPA

Die CIPA (Centre intégré pour personnes âgées) sind Einrichtungen, die gebrechliche und pflegebedürftige Senioren in Vollzeit aufnehmen, wenn sie zumindest kleiner Hilfen im alltäglichen Leben bedürfen, wie z.B. Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme und beim Ankleiden, bei der Körperpflege, Mobilität usw. Jeder, der in einer solchen Einrichtung aufgenommen wird, kann bis zu seinem Lebensende dort bleiben.

Die CIPA sind Nachfolger der traditionellen Altersheime.

Sie stellen für ihre Bewohner verschiedene Arten von Leistungen sicher:

  • Leistungen im Rahmen der Pflegeversicherung
  • Vom Arzt verschriebene Leistungen wie Krankenpflege, Krankengymnastik usw.
  • Leistungen des „accueil gérontologique“

Die Leistungen des „accueil gérontologique“ beinhalten:

  • Unterkunft und Verpflegung
  • Sicherheit und Gesundheit
  • Unterstützung bei den Aktivitäten des alltäglichen Lebens
  • Institutionelle und sozio-familiäre Begleitung
  • Soziokulturelle Animationsangebote
  • Förderung der individuellen Fähigkeiten
  • Soziale Integration und Teilhabe
  • Umgang mit den eigenen emotionalen und spirituellen Bedürfnissen
  • Philosophische und spirituelle Begleitung

Quelle: Praktischer Ratgeber für Senioren, (luxsenior.lu), ministère de la Famille

3 Pflegeheime

Pflegeheime nehmen überwiegend Senioren auf, die schwer pflegebedürftig sind. Bis auf wenige Ausnahmen werden hier nur Menschen aufgenommen, die mehr als 12 Stunden Hilfs- und Pflegeleistungen in der Woche benötigen, Leistungen der Grundpflege (Körperpflege, Nahrungsaufnahme und Mobilität) eingeschlossen.

Die Pflegeheime stellen für ihre Bewohner verschiedene Arten von Leistungen sicher:

  • Leistungen im Rahmen der Pflegeversicherung
  • Vom Arzt verschriebene Leistungen wie Krankenpflege, Krankengymnastik usw.
  • Leistungen des „accueil gérontologique“

Die Leistungen des „accueil gérontologique“ beinhalten:

  • Unterkunft und Verpflegung
  • Sicherheit und Gesundheit
  • Unterstützung bei den Aktivitäten des alltäglichen Lebens
  • Institutionelle und sozio-familiäre Begleitung
  • Soziokulturelle Animationsangebote
  • Förderung der individuellen Fähigkeiten
  • Soziale Integration und Teilhabe
  • Umgang mit den eigenen emotionalen und spirituellen Bedürfnissen
  • Philosophische und spirituelle Begleitung

Quelle: Praktischer Ratgeber für Senioren, (luxsenior.lu), ministère de la Famille