Die Geschichte des Plateau du Rham

Mittelalterliche Stadtmauer

Das Plateau du Rham gewinnt während der Herrschaft von Wenceslas II. (Wenzel), des Herzogs von Luxemburg, der von 1383 bis 1419 herrscht, an Bedeutung. In dieser Zeit werden befestigte Linien in den Schutzring einbezogen und so ein dritter Verteidigungswall angelegt.

Kasernen

Nach der französischen Belagerung im Jahre 1684 lässt der Ingenieur Vauban auf dem Plateau vier Kasernen für die Unterbringung von 1.760 Mann errichten, bei einer Belegung von 2 bis 3 Mann pro Bett. 200 Jahre später bauen die Preußen die Küche und den Speisesaal des Rham, die im Laufe der Zeit zu einer Kapelle umgebaut werden. Noch bemerkenswerter: die fünfte Kaserne wird direkt hinter der Stadtmauer des Rham errichtet.

Bürgerhospiz und Waisenhaus

Nach dem Abzug der preußischen Garnison und der Schleifung der Festung (1867) werden die Kasernen des Rham nicht mehr für militärische Zwecke genutzt. 1884 beginnt die zivile Nutzung des Standortes mit der Aufnahme von etwa 20 taubstummen Kindern sowie anschließend von ausgesetzten bzw. Waisenkindern. Die Kinder teilen sich die Einrichtung mit Alten, Kranken, Invaliden und Bettlern. Die letzten Kinder verlassen das Waisenhaus, das von der Kongregation der Schwestern von Sankt Elisabeth geführt wird, im Jahre 1981.

Seniorenheim

Seit 1981 dient das Centre du Rham ausschließlich als Seniorenheim. Es steht bis 1999 unter staatlicher Leitung und ist seitdem Teil der SERVIOR-Gruppe. Seit 2007 werden nur noch im Gebäude Feierwon Senioren untergebracht, da die anderen Gebäude nicht mehr den Anforderungen in Bezug auf Komfort und Sicherheit entsprechen. Die Bau-, Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten des Standortkomplexes begannen noch im selben Jahr und sind seit 2015 abgeschlossen.