Erste Mitarbeiterinnen von SERVIOR geimpft: Es geht um Verantwortung und darum, ein Beispiel zu setzen

Auch wenn niemand sagen kann, ob die Covid-19-Pandemie verschwinden wird, erlebte Luxemburg zum Jahresbeginn einen Wendepunkt in dieser Gesundheitskrise. Die ersten Impfungen wurden verabreicht, und die ersten Mitarbeiter von SERVIOR zählten zu den Begünstigten. Die Mitglieder der Gesundheitsberufe, einschließlich derjenigen, die mit älteren Menschen in Kontakt stehen, gehören zu der Schwerpunktgruppe, unmittelbar vor den Bewohnern der Pflegeheime. Knapp 10.000 Impfdosen stehen für diese erste Phase zur Verfügung, was die Verabreichung der beiden erforderlichen Dosen an etwas weniger als 5.000 Personen ermöglicht. Die Impfkosten werden vom Staat übernommen und die Impfungen erfolgen auf freiwilliger Basis.

Tat gar nicht weh…

Claudia Holzwarth

Unter den ersten, die eine Dosis des Impfstoffs von Pfizer in der Victor Hugo Halle in Luxemburg erhielten, befanden sich Claudia Holzwarth, Abteilungsleiterin « Pflege und Betreuung» der Wohneinrichtung Bei der Sauer in Diekirch, sowie Sonja Kohnen, Betreuerin im Sanatorium in Vianden. Diese beiden SERVIOR-Mitarbeiterinnen sind sich ihrer Rolle als Botschafterinnen und der Bedeutung ihrer Geste für ihre Gemeinschaft bewusst. « Ich glaube, ich wurde bereits in meinem Ort erkannt und diene jetzt schon als Beispiel», gibt Sonja mit einem Lächeln an. Sie habe die Spritze kaum gespürt… « Die Impfung verlief sehr gut. Ich habe keine Nebenwirkungen.», erklärt sie weiter. « Die Organisation war einwandfrei, ebenso wie die Informationen des Arztes. Ich hatte keine Schmerzen, mir geht es gut», bestätigt Claudia.

Wieder ein « normales » Leben führen

Für beide Frauen ist es vor allem eine Frage der Verantwortung, sich impfen zu lassen. « Wir alle wollen ein funktionierendes Gesundheitssystem, erklärt Claudia. Wir wollen ganz normal im Alltag leben, und uns frei bewegen können. Das können wir nur erreichen, wenn ein großer Teil der Bevölkerung geimpft wird. Das ist mir wichtig. Darüber hinaus gibt mir der Impfstoff persönlich die fast absolute Gewissheit, nicht an Covid-19 zu erkranken, trotzdem werde ich weiterhin die Schutzvorschriften respektieren: Maske, Hygienemaßnahmen und Abstand. »

Im Interesse der Senioren

Claudia, die hauptsächlich mit Menschen mit kognitiven Störungen arbeitet, hat nicht die Möglichkeit mit ihnen über die Vorteile der Impfung zu sprechen. Dies ist nicht der Fall für Sonja, deren Präsenz in den Medien sogar das Interesse der Bewohner der Wohneinrichtung von Vianden geweckt hat: « Im Gegensatz zu den negativen Gefühlen bei der ersten Welle, sind wir jetzt eher in einem positiven Trend. Es besteht Hoffnung statt Trübseligkeit. Die meisten Bewohner des Sanatoriums haben es eilig, sich impfen zu lassen und den Wunsch, ihr Leben wieder wie vor der Pandemie zu gestalten », erklärt sie.

Das Wohlfühl-Serum

Sonja Kohnen

Beide Mitarbeiterinnen sind jedoch nicht naiv und wissen, dass wir den Lauf der Dinge nicht in ein paar Wochen ändern werden.« Es wird Monate dauern, bis sich eine gewisse Normalität einstellt, meint Claudia. Ein Grund mehr, nicht zu zögern sich impfen zu lassen. » « Viele meiner Bekannten waren nicht wirklich überzeugt, gesteht Sonja. Sie ändern jedoch ihre Meinung, wenn ich ihnen erkläre, dass, wenn alle so denken, wir die Epidemie nie loswerden werden. Ich vertraue diesem Impfstoff, der, bevor er auf den Markt kam, intensiv getestet wurde. Diejenigen die Angst vor Nebenwirkungen der Impfung haben sollen sich die Nebenwirkungen gängiger Medikamente vor Augen halten.»

Was Sonja, Betreuerin im schönen Sanatorium auf den Höhen von Vianden sich aber am meisten wünscht, ist das Ende der Einschränkungen für die Bewohner: « Ich kann es kaum erwarten, dass sie wieder alle im Jahr 2020 unmöglich gewordenen Dinge tun können und ich kann es kaum erwarten, ihnen wieder eine ganze Reihe von Aktivitäten, Ausflügen, Tanztees, Heimratssitzungen anzubieten, damit sie sich auszutauschen können, zusammen singen … Dank des Impfstoffs werden diese Einschränkungen gelockert und die Senioren werden sich wieder als integraler Bestandteil der Gesellschaft fühlen, was für ihr emotionales Wohlbefinden und ihre Gesundheit von entscheidender Bedeutung ist. Ich möchte den Bewohnern Freude bereiten können, trotz ihres Alters und ihren begrenzten Möglichkeiten. »