Coronavirus: die Antworten auf Ihre Fragen

DIE BOTSCHAFT VON ALAIN DICHTER, DIRECTEUR GENERAL

ALLE INFORMATIONEN BETREFFEND DES CORONAVIRUS (COVID-19)

27/05/20: Schrittweise Lockerung der Ausgangsbeschränkungen sowie der eingeschränkten Besucherregelung

Alle Massnahmen haben ein gemeinsames Ziel: Ihre Nächsten bestmöglich zu schützen

Ist es wieder erlaubt meine Nächsten zu besuchen?

Seit der Lockerung der Maßnahmen betreffend der Abschirmung der Bewohner von Alters- und Pflegeheimen, welche durch die Familienministerin Corinne Cahen am 28/04/2020 ausgesprochen wurden und am 20/05/2020 zusätzlich angepasst wurden, ist SERVIOR bemüht seinen Bewohnern einen erneuten Kontakt mit ihren Familienangehörigen und Nächsten zu ermöglichen. Die erlaubten Besuche unterliegen der strengsten Einhaltung aller geltenden Sicherheitsmaßnahmen (Distanz) und Hygienevorschriften (Desinfektion) welche von offizieller Seite vorgeschrieben und für gut geheißen sind. Die Besucher sind gebeten, im Falle eines Interesses und mit Einverständnis des Bewohners, einen Termin mit dem jeweiligen SERVIOR-Haus zu vereinbaren und dabei einen Tag/ein Zeitfenster je nach Möglichkeit festzulegen.
Weiter Informationen diesbezüglich finden Sie unter diesem Link.

Haben die Bewohner die Möglichkeit die Struktur zu verlassen? (Ergänzung des 27/05/2020)

Die Bewohner die einen Arztbesuch auswärts (Zahnarzt, Spezialist, geplante ambulante Behandlung im Krankenhaus wie zB Chemotherapie, Dialyse…) wahrnehmen müssen, unterliegen nicht mehr der Obligation sich bei ihrer Rückkehr in die Einrichtung unter (Auto)Quarantäne zu stellen.

Es wird daran erinnert, dass, wenn möglich, eine Telekonsultation mit dem behandelnden Arzt bevorzugt werden soll.

Für Bewohner, welche aus einem Klinikaufenthalt (in Zimmer oder Pflegeeinheit) oder aus einer notdienstlichen Versorgung zurückkommen, bleibt, zum jetzigen Zeitpunkt, die Sicherheitsmaßnahme der 14-tägigen Quarantäne bestehen.

Die Bewohner unserer Einrichtungen, welche die Fähigkeit haben die verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen zu verstehen und anzuwenden, dürfen mit dem Einverständnis des Heimleiters die Einrichtung verlassen (zB um Einzukaufen, ihre Familien zu besuchen…) und dies nur unter Bedingung der erhaltenen Anweisungen und der Zustimmung, sich nach der Rückkehr unter eine 14-tägige Auto-Beobachtung zustellen (obligatorisches Tragen der Maske innerhalb der Einrichtung, Überwachung der Symptome).

Für die Bewohner, die ihr Zimmer nicht verlassen können (unter Quarantäne, Isolation oder andere medizinische Gründe), können nach Terminabsprache Besuche im Zimmer organisiert werden.

Sind die Bewohner in ihren Zimmern isoliert?

Nein. Die täglichen Aktivitäten und Freizeitbeschäftigungen in unseren Zentren werden, soweit wie möglich, weitergeführt, dies gemäß den Vorsichtsmaβnahmen, wie z.B. die Aufteilung der Bewohner in mehrere kleine Gruppen oder die räumliche Distanz zwischen den verschiedenen Personen.

Nur die Bewohner, die von einem Krankenhausaufenthalt zurück kehren, oder die Covid-19 ähnliche Symptome aufweisen (Fieber, Husten, Atembeschwerden), werden während einem minimalen Zeitraum von vierzehn Tagen in ihrem Zimmer in (auto) Quarantäne gesetzt. Es geht darum, bestmöglich jegliches Ansteckungsrisiko vorzubeugen, sowohl für unsere Bewohner als auch für unsere Mitarbeiter.

Sogar im Falle einer Isolierung im Zimmer werden individuelle Aktivitäten angeboten und von qualifiziertem Personal begleitet.

Es ist wichtig, regelmäßige Aktivitäten weiter fortzusetzen. Diese ermöglichen es unseren Bewohnern, einen positiven Lebensrhythmus beizubehalten und so gut wie möglich ihren üblichen Gewohnheiten in diesem atypischem Zeitraum nachzugehen. Eine vollständige Isolation zum Nachteil dieser sozialen Kontakte würde unweigerlich zu negativen Folgen, sowohl aus psychologischer Sicht als auch aus Sicht der Betreuung unserer Bewohner führen (z.B. Medikamenteneinnahme, usw…)

Was können wir als Familie oder Angehörige tun?

Sie können uns helfen, indem Sie zuhause bleiben…

Vertrauen Sie den professionellen Mitarbeitern, welche sich um Ihre Angehörigen kümmern. Bleiben Sie mit Ihren Lieben in Kontakt, z.B. durch regelmäßiges Telefonieren, Schreiben, usw.

Auβerdem, falls Sie gerne in einer Unterstützungseinheit oder Gesundheitsstruktur mithelfen wollen, können Sie sich über die Plattform: www.govjobs.lu, welche vom Gesundheitsministerium eingeführt wurde, einschreiben.

Wie können Sie Ihre Angehörigen erreichen?

Da es zur Zeit nicht möglich ist, Ihre Angehörigen zu besuchen, greifen Sie bitte auf andere Möglichkeiten zurück. Telefonieren Sie regelmäβig mit Ihren Angehörigen, schreiben Sie Briefe oder schicken Sie gemalte Bilder evtl. von Ihren Kindern/Enkelkindern.

Für Bewohner, die im Besitz eines Smartphone oder PC/Laptop sind:
– benutzen Sie die Nachrichtenübermittlung via Whatsapp oder Messenger. Schicken Sie Nachrichten, Fotos oder kleine
Videos;
– senden Sie E-Mails;
– gebrauchen Sie die Face / Videoübermittlung.

Seit dem 25. März 2020 verfügen die Direktionen und die Mitarbeiter der Zentren über professionelle „Tablets“. Dies ermöglicht den Bewohnern, welche nicht im Besitz von Multimedia oder informatischem Material sind, einen Austausch mit ihren Familien über Skype zu haben. Die ersten Tests in verschiedenen Zentren haben einen ganz positiven Effekt gezeigt und die Art und Weise des Austausches wird sehr geschätzt.

Wie kann ich einem Familienmitglied in unseren Zentren eine Freude bereiten?

Jede noch so kleine persönliche Geste ist willkommen und wird Ihren Angehörigen erfreuen und trösten. Schreiben Sie Ihm einen netten Brief, basteln Sie etwas, malen Sie etwas…. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Kinder, Enkelkinder haben bestimmt Ideen, um Ihren Eltern, Großeltern eine Freude zu bereiten.

Bezüglich der Sicherheitsbestimmungen halten Sie sich soweit wie möglich an die Ausgangsbeschränkungen und bevorzugen Sie es, Kleinigkeiten mit der Post zu senden.

Es bleibt weiterhin möglich, ein Paket mit absolut notwendigen Sachen vor dem Wohnort zu deponieren, sofern Sie dies vorher obligatorisch telefonisch mit der Heimleitung abgeklärt haben.

Das Personal wird sich darum kümmern, dem Bewohner das Paket auszuhändigen, dies selbstverständlich unter Einhaltung der nötigen Vorsichtsmaβnahmen.

Wird mein Angehöriger trotz des Sicherheitsabstandes gut umsorgt?

Auch wenn durch die bekannten Schutzmaßnahmen in unseren Zentren zur Zeit keine Familienbesuche gestattet sind, versichern wir Ihnen, dass unser Pflegepersonal sich mehr denn je um das Wohlergehen unserer Bewohner kümmert und dies mit exemplarischer Hingabe und Professionalität unter diesen speziellen Bedingungen.

In ihrer Funktion als Professionnelle aus dem Gesundheitswesen ist sich das Personal der potentiellen Risiken bewusst und ist in ständigem Kontakt mit den Ärzten, um, falls nötig, die tägliche Pflege der Bewohner zu gewährleisten.

Um unseren Bewohnern unter den vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen so wenig wie möglich Umstände zu bereiten, bemühen wir uns darüber hinaus, weiterhin interne Aktivitäten und Freizeitbeschäftigungen mit den Bewohnern zu organisieren und für das Wohlergehen ihrer Angehörigen zu sorgen, damit diese weiterhin voll und ganz ihren Lebensabend bei SERVIOR genießen können. Im Übrigen bitten wir Sie, durch regelmäßiges Telefonieren den wichtigen Kontakt zu Ihrem Angehörigen bei SERVIOR zu halten.

Tragen die Mitarbeiter, die mit meinem Angehörigen in Kontakt sind, Schutzmasken ?

Als Profis im Gesundheitssektor managen unsere Mitarbeiter diese außergewöhnliche Situation mit dem nötigen Respekt und der erforderlichen Gewissenhaftigkeit, mit Hingabe und Professionalität. Sie wenden die vorgeschriebenen Regeln strikt an.

Unser gesamtes Pflegepersonal, Küchenpersonal, Service –und Reinigungsteam respektiert genauestens die vom Gesundheitsministerium vorgeschriebenen Direktiven betreffend Schutzmasken und/oder Handschuhe.

Betreffend das Tragen von Handschuhen, ist es wichtig klarzustellen, dass dies nicht immer notwendig ist. Das wichtigste ist es sich die Hände regelmäßig und gründlich zu waschen. Daher werden Sie feststellen, dass das Personal nicht systematisch für alle  Arbeiten Handschuhe trägt. Es ist zu bedenken, dass auch diese regelmäßig gewechselt werden müssen.

Im Gegensatz dazu, ist das Tragen einer Maske in den folgenden Situation zu empfehlen:

– Beim Pflegen einer schutzbedürftigen Person, je nach Art der Pflege und Risiko durch Tröpfcheninfektion (enger Kontakt > 15 Minuten)

– Während Untersuchungen oder Beratungsgesprächen von Personen die unter Symptomen leiden bei denen der Sicherheitsabstand von 2 Metern nicht eingehalten werden kann.

– Während Untersuchungen oder Beratungsgesprächen von an COVID-19 erkrankten Person bei denen ein Sicherheitsabstand von 2 Metern nicht eingehalten werden kann.

SERVIOR geht allerdings weiter als die empfohlene Maßnahmen :  Das Personal trägt bei jedem Kontakt mit den Bewohnern eine Maske.

Tragen meine Angehörigen eine Maske?

Die Bewohner, die aktuell nicht am Covid-19-Virus erkrankt sind, befinden sich in einem abgeschlossenen und abgesicherten „Ökosystem“ und müssen daher keine Masken tragen.

Die infizierten Bewohner und diejenigen die Symptome aufweisen befinden sich unter Quarantäne und sind somit von den gesunden Bewohnern isoliert. Sie müssen, soweit es ihnen physisch und psychisch möglich ist, eine Maske tragen (zB autonomer Bewohner ohne Demenz).

Hierbei handelt es sich um eine Zusatzmaßnahme, um das Pflegepersonal, das selbst eine Maske tragen muss, weitgehend vor einer möglichen Ansteckung zu schützen.

 

Wie gestaltet sich der Kontakt mit den Bewohnern, die nicht mehr sprechen können oder Schwierigkeiten haben zu kommunizieren oder unter einer Demenzkrankheit leiden?

Genau wie in „normalen“ Zeiten, aber umso mehr in dieser schwierigen Zeit, wo Familienbesuche nicht gestattet sind, achtet unser Personal noch besser darauf, dass die strikten Hygiene –und Schutzmaßnahmen eingehalten werden, so dass alle unsere Bewohner, egal unter welcher Erkrankung sie leiden – dies beinhaltet auch die Bewohner mit einer Demenzerkrankung, sich gut aufgehoben fühlen, begleitet und weiterhin liebevoll umsorgt werden, so wie das unsere Mitarbeiter auch im Normalfall täglich tun.

Und wenn die Möglichkeit besteht, unter Einhalt der vorgeschriebenen Hygiene –und Schutzmaßnahmen, mit dem Angehörigen über Telefon oder über Skype/Facetime zu sprechen, erfreut unsere Bewohnen die bekannte Stimme eines Familienmitgliedes ganz besonders in dieser Zeit.

Was passiert, wenn ein Bewohner Krankheitssymptome zeigt?

Sollte dies der Fall sein, werden die vom Gesundheitsministerium vorgeschriebenen Maßnahmen sofort umgesetzt.
Als erste Maßnahme wird der Bewohner in Quarantäne gesetzt, um jegliche Ansteckungsgefahr für andere Bewohnern oder Mitarbeitern zu vermeiden. Dies wird selbstverständlich mit dem nötigen Fingerspitzengefühl umgesetzt, um jede Aufregung des Bewohners zu vermeiden.

Jedes unserer Zentren verfügt über die notwendigen Ausrüstungen und Utensilien zum Schutz einer kranken Person, ihrer Mitbewohnern sowie des Personals. Alle Mitglieder des Personals, egal ob Pfleger, Begleiter, oder Mitarbeiter des Putzteams sowie das Küchen – und Servicepersonal, unternehmen die notwendigen Schutz –und Hygienemaßnahmen, wenn sie mit einem Bewohner Kontakt haben (Maske, Einweghandschuhe, mit einem Schutzfilm überzogenes Essenstablett, usw.).

Was passiert, wenn ein Mitarbeiter des Personals Krankheitssymptome zeigt?

Sollte einer unserer Mitarbeiter Covid-19 ähnliche Krankheitssymptome zeigen, unterzieht dieser sich sofort einem Covid-19 Test. Des Weiteren bleibt er zuhause in Quarantäne und kommt nicht zur Arbeit, solange der Test sich nicht offiziell als negativ herausgestellt hat.

Als Professionelle im Gesundheitssektor und mit Respekt und dem nötigen Bewusstsein, sind unsere Mitarbeiter besser sensibilisiert als der Durchschnitt der Bevölkerung. Dieses Wissen vereinfacht es, eventuelle Symptome schnell zu erkennen und dem entsprechend zu handeln, d.h. die nötigen Schutz -und Hygienemaβnahmen vorschriftsmäßig umzusetzen.

Wenn mein Angehöriger positiv auf Covid-19 getestet wurde, werde ich schnell informiert?

Ja, selbstverständlich und dies in voller Transparenz. Wir informieren sofort den nahestehenden Angehörigen. Wir setzen alle Schutzmaßnahmen um, von der Sofort-Isolierung und den entsprechenden Pflegemaβnahmen, um eine schnelle Genesung zu begünstigen, bis hin zur Quarantäne aller Personen, die mit Ihrem Angehörigen kürzlich in Kontakt waren. Gleichzeitig informiert der behandelnde Arzt das Gesundheitsministerium, mit dem wir in ständigem Kontakt stehen, und dessen Direktiven und zusätzliche Instruktionen wir gegebenenfalls befolgen.

Wenn mein Angehöriger ins Krankenhaus gebracht werden muss, ist Servior dann die Kontaktstelle zwischen unserem Angehörigen und unserer Familie?

Auch hier, ja selbstverständlich! Unsere Bewohner liegen uns sehr am Herzen und wir halten regelmässigen Kontakt mit dem jeweiligen Krankenhaus, um die Entwicklung des Gesundheitszustands des Bewohners zu zu verfolgen. Wir organisieren selbstverständlich auch die Rückführung in unsere Zentren, sobald der Gesundheitszustand des Bewohners dies zulässt. Nichts spricht dagegen, dass Sie sich direkt mit dem jeweiligen Krankenhaus in Verbindung setzen, oder in sofern dies aus medizinischer Sicht möglich ist, sich direkt mit Ihrem Angehörigen telefonisch in Verbindung setzen, vorausgesetzt, er hat ein Telefon und kann dieses auch selbstständig annehmen.

Wie kann ich telefonisch Neuigkeiten über meinen Angehörigen erfahren? Gibt es bestimmte Uhrzeiten? Gibt es eine Referenzperson?

Ja, ideal wäre es, wenn Sie Neuigkeiten über Telefon nachfragen, dies über Ihre übliche Kontaktperson im jeweiligen Zentrum. Diese können Sie auch über die günstigsten Uhrzeiten zum Telefonieren informieren.

Es wäre in der Tat wichtig, zu festen Uhrzeiten zu telefonieren, welche vorab mit Ihnen abgesprochen wurden, dies um die interne Organisation der Teams im Zentrum nicht zu beeinträchtigen und die Verfügbarkeit des Personals zu gewährleisten. Um die telefonischen Termine, welche die Hilfe eines unserer Mitarbeiter benötigt, bestmöglich zu organisieren, bitten wir Sie, Kontakt mit Ihrer Referenzperson oder dem Direktionsbeauftragen des jeweiligen Zentrum aufzunehmen.

Kann ich zum Zentrum hingehen, in dem mein Familienangehöriger untergebracht ist, um von außen zumindest Sichtkontakt zu halten?

Angesichts der derzeit aktuellen Ausgangsbeschränkungen ist es besser, wenn Sie zu Hause bleiben. Halten Sie bevorzugt Kontakt per Telefon, Facetime oder Skype oder schicken Sie Fotos per Email an das Zentrum oder an communication@servior.lu. Wir leiten diese dann an Ihre Angehörigen weiter.

Kann ich für den Fall, dass sich mein Angehöriger aufgrund einer schweren Erkrankung, auch unabhängig von Covid-19, in einem kritischen Zustand befindet, unter Einhaltung der Sicherheitsregeln ein Sonderbesuchsrecht erhalten?

Ein solches Sonderbesuchsrecht kann – von Fall zu Fall – vom Direktionsbeauftragten erteilt werden ( z. B. falls Familien einen Angehörigen besuchen möchten, der intensiv palliativ behandelt wird)

Haben Lieferanten und externe Dienstleister weiterhin Zugang zu den Zentren? Falls ja, welche Vorsichtsmaßnahmen werden in diesem Fall getroffen?

Es haben nur solche Lieferanten und externe Dienstleister Zugang zu den Zentren, die absolut notwendig sind, um die Grundversorgung zu sichern (z. B. Lebensmittellieferanten, Vertragsärzte,…). Dabei wird peinlich genau auf die Einhaltung aller Sicherheits- und Hygieneregeln geachtet, die dafür von SERVIOR und dem Gesundheitsministerium vorgeben werden.

Sind Sie vor dem aktuellen Hintergrund (Krankheiten, Besuchsverbot für Familien, Schulschlieβungen, Ausgangsbeschränkungen) überhaupt in der Lage, eine ausreichende Betreuung zu gewährleisten?

Auch bei uns gibt es natürlich Mitarbeiter, die aufgrund der schwierigen Lage und den oben genannten Gründen der Arbeit fernbleiben müssen, doch wir profitieren derzeit von der außerordentlichen Flexibilität und Solidarität der Kollegen, aufgrund derer wir fast normal funktionieren können. Wir danken all den Mitarbeitern von SERVIOR für die bereits geleistete und die noch anstehende Arbeit, für ihre Einsatzbereitschaft und ihre Professionalität, die sie jeden Tag aufs Neue beweisen – egal, in welcher Funktion sie tätig sind – um das Wohlergehen unserer Bewohner sicherzustellen.

Planen Sie, die Betreuung zu verstärken, falls Fälle einer Corona Infektion in Ihren Zentren auftreten?

Falls dies notwendig sein sollte, können wir in Absprache mit dem Familien- und Gesundheitsministerium Pläne realisieren, um personelle Engpässe auszugleichen. In diesem Zusammenhang können wir auf bereits realisierte Maßnahmen zurückgreifen, wie beispielsweise die Aufrufe an Freiwillige zur Unterstützung in den Gesundheitsberufen und ihre Bereitschaft zur Hilfestellung.

Benötigen Sie im Hinblick auf die aktuelle Situation eventuell Freiwillige, die Sie bei der Betreuung unterstützen?

Nein, derzeit nicht, aber diese Situation kann sich jederzeit ändern. In einem solchen Ausnahmefall würden wir auf Maßnahmen zurückgreifen, die aktuell seitens der Regierung und der Ministerien umgesetzt werden, wie beispielsweise der Aufruf an Freiwillige zur Unterstützung des Gesundheitspersonals und ihre Unterstützungsfunktion (www.govjobs.lu).

Wie wurden unsere Angehörigen über die Risiken des Corona-Virus informiert und wie werden sie bei der Einhaltung der allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen unterstützt?

Sobald die ersten Informationen über die Ausbreitung der Pandemie zur Verfügung standen und sogar noch vor der Meldung des ersten Covid-19 Falles in Luxemburg haben wir unsere Pensionäre und deren Familien auf die Risiken und die anzuwendenden Schutzmaßnahmen hingewiesen. Wir haben eine umfangreiche Informationskampagne gestartet mit Aushängen in all unseren Zentren. Zudem haben wir ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt und unser Personal hat den Bewohnern über Tage und Wochen immer wieder die richtige Anwendung gezeigt – z. B. wie die Hände richtig oder sogar noch besser zu waschen sind. Diese Maßnahmen wurden generell von allen positiv aufgenommen.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihr Personal, das in den Zentren ein und ausgeht, nicht das Virus überträgt? Wie können Sie sicherstellen, dass im Falle einer unerkannten Infektion eines Ihrer Mitarbeiter Ihre Schutzmaßnahmen ausreichend sind, um eine Übertragung des Virus auf einen Pensionär zu verhindern?

Dieses Risiko besteht natürlich. Wir können Ihnen jedoch versichern, dass unser Personal als professionell geschulte Mitarbeiter des Gesundheitssektors, sich des Risikos bewusst ist und diesbezüglich weitaus besser sensibilisiert ist als der Rest der Bevölkerung in Bezug auf:

– die Berücksichtigung der Schutz- und Hygienemaβnahmen beim Betreten und Verlassen des Gebäudes
– der Erkennung der Symptome und in gegebenem Falle der unverzüglichen und genauesten Anwendung der Schutz- und Hygienemaβnahmen und der Unterbindung der Ausbreitung der Kontamination.
– im Falle einer Infektion der Information der Personen, die kürzlich mit dem Mitarbeiter in Kontakt waren und der Einleitung der Schutzmaßnahmen in Verbindung mit der notwendigen Isolierung, um das Risiko einer weiteren Ausbreitung zu minimieren.

Verfügen Sie derzeit über ausreichendes Schutzmaterial, Medikamente bzw fehlt es Ihnen irgendwo an Material?

Nein, derzeit verfügen wir in allen Bereichen über ausreichend Material. Zudem sind wir in der glücklichen Lage, dass das Gesundheitsministerium und die Regierung frühzeitig Maßnahmen in die Wege geleitet haben, so das jederzeit neues Material (Masken, Handschuhe, usw) nachgeliefert werden kann und wir immer einen ausreichend großen Bestand auf Lager haben.

Werden die Ausgangsbeschränkung und die weiteren Sicherungsmaβnahmen von einer externen Institution kontrolliert?

SERVIOR hält sich strikt an die Empfehlungen und Anweisungen der Gesundheitsdirektion/Gesundheitsministerium und setzt diese auch genauso um.

Diese Institution ist die einzige, die diesbezüglich Regeln aufstellen und deren Einhaltung kontrollieren kann. Die Umsetzung dieser Maßnahmen garantiert am besten den Schutz unserer Bewohner und unseres Personals.

Alle Mitarbeiter von SERVIOR brauchen Ihre Mithilfe und vor allem auch Ihr Vertrauen, damit sie sich weiterhin mit der gebotenen Zuversicht und Gelassenheit um Ihre Lieben und unsere Bewohner kümmern können. Wir bleiben solidarisch und unerbittlich im Kampf gegen das Virus. Nur zusammen können wir es besiegen.

Alain Dichter
Directeur Général

  • Eventuelle Fragen können Sie uns gerne zukommen lassen communication@servior.lu . Wir werden schnellstmöglich darauf antworten und unseren Frage-Antwort-Katalog so dank Ihrer Mithilfe ausbauen.