Wie aus dem Bilderbuch: Jos Kirchens unvergessliche Ballonfahrt

„Ich sammle Sonnenstrahlen für den Winter“, sagt die Feldmaus Frederick in Leo Lionnis berühmtestem Bilderbuch „Frederick“. Im SERVIOR-Haus in Düdelingen sammelte Jos Kirchen in diesem Sommer Eindrücke einer unvergesslichen Ballonfahrt. Im Rahmen des diesjährigen Gartenfestes, das ganz im Zeichen des 20. Jubiläums von SERVIOR stand, hatte der 88-jährige Senior nämlich eine Ballonfahrt gewonnen. Jetzt hat Herr Kirchen seine gesammelte Erlebnisse zu Papier gebracht, die wir gerne auf unserer Internetseite mit unseren Lesern teilen möchten.

Die unvergessliche Ballonfahrt

Während des Gartenfestes im Cipa „Grand-Duc Jean“ nahm ich am Stand der Amicale „Gëlle Joeren“ ein Tombola-Los und wurde gleichzeitig gefragt, ob ich nicht auch ein Los für eine zu gewinnende Ballonfahrt nehmen würde. Da ich nicht absagen wollte, nahm ich eins, dachte jedoch nicht an ein Gewinn. Da ich noch eine Verabredung hatte, blieb ich nicht  auf dem Fest. Als ich wiederkam, wurde ich gleich von den Damen der Amicale in Empfang genommen, die mir die freudige Mitteilung machten, dass ich der glückliche Gewinner der Ballonfahrt bin. Die Freude war groß, wollte ich doch stets mit einem Zeppelin mitfahren und habe jetzt eine Ballonfahrt gewonnen.

Der Start war für 19.30 Uhr angekündigt, so dass ich noch in Ruhe das Abendessen einnehmen konnte. Und weil es eine kleine Sensation ist, um einen Ballonstart mitzuerleben, hat der Direktionsbeauftragte Damien Ambrosini im Speisesaal angekündigt, dass ein Ballonstart im Park des SERVIOR-Hauses bevorsteht. Nach dem Essen wurden Stühle im Park aufgestellt, um den Heimbewohnern eine Abwechslung zu zeigen. Kurze Zeit später kam dann schon die Jeep mit dem Ballon angefahren. Der Ballon wurde ausgepackt und ausgelegt. Anschließend wurde die Ballonhülle mit einem Luftventilator aufgeblasen und mit der Gasflamme wurde die Luft aufgewärmt. Bald stand der Ballon samt Korb und wir – vier Mann und der Pilot – kletterten in den Korb. Dann wurde die Luft im Ballon noch höher aufgeheizt, der Ballon bekam immer mehr Auftrib und fing ganz sacht aufzusteigen.

Als wir über die Häuser kamen, winkten die Leute uns zu. Relativ schnell hatten wir die Höhe von ca. 400 Metern erreicht und hatten einen herrlichen Panoramablick: Die Landschaft war wie aus dem Bilderbuch! Hinzu kam die Stille im Korb, die nur manchmal durch das Zischen der Flamme vom Brenner unterbrochen wurde.

Bald war die Flugstunde vorbei und wir setzten zur Landung an. Wir schwebten ganz niedrig über die Häuser, dann setzte der Pilot zur Punktlandung an.

Der Ballon wurde eingepackt und auf den Anhänger der Jeep aufgeladen. Nun ging die Fahrt zurück ins Cipa. Im SERVIOR-Haus angekommen wurde ein Glas Sekt eingeschenkt und ein „Certificat“ ausgestellt, das uns ein tapferes Verhalten bescheinigte. Und so wird es ein unvergesslicher Tag bleiben. Von Jos Kirchen

Eine schöne Illustration des SERVIOR-Mottos „Den Alter liewen“!

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