„Wenn ich dieses Foto sehe, weiß ich, dass ich zu Hause bin!“ : Neue Orientierungshilfen im SERVIOR „Belle-Vue“ eingeweiht

In Präsenz von Generaldirektor Alain Dichter sowie dem Direktionsbeauftragten Torsten Jakobs wurden im SERVIOR-Haus „Belle-Vue“ in Echternach neue Orientierungshilfen im Rahmen der 20-Jahrfeiern von SERVIOR eingeweiht. Dank einer Zusammenarbeit zwischen dem Förderverein der „Belle-Vue“, Schüler des Lënster Lycée, Bewohnern und Mitarbeitern des Echternacher SERVIOR „Belle-Vue“ entstanden während eines 18-monatigen Projektes 63 Fotographien, die auf 5 Etagen verteilt an strategisch wichtigen Punkten der Zurechtfindung in der Wohnstruktur dienen sollen.

Die 5 Etagen wurden nach luxemburgischen Gegenden benannt: Minette, Echternach, Stadt Luxemburg, Ösling und Mosel. Zunächst wurden bei den Bewohnern Ideen und Themen in und um die verschiedenen Örtlichkeiten gesammelt. Dann wurden diese Motive fotographisch im Bild festgehalten. Auch wurden die Schlagwörter zu den Standorten in Form von Gedächtnisübungen, Ausflügen sowie in Einzel- oder Gruppengesprächen ermittelt. Anschließend sind die Schüler des Lënster Lycée unter Leitung von Jennifer Braun sowie die Bewohner des Belle-Vue zusammen mit Dan Katzenmeier zu den entsprechenden Motiven gereist, um diese dann mit der Kamera festzuhalten. Aus der großen Anzahl an Bildern wurden dann wiederum Powerpoint-Präsentationen veranstaltet, wo die Bewohner entscheiden durften, welche Bilder definitiv für das Projekt zurückbehalten werden sollen. Beim Aufhängen der Bilder wurden ebenfalls „desiderata“ der Bewohner berücksichtigt. So hängt beispielsweise das Foto mit dem Kapellenmotiv nicht wie geplant neben der hauseigenen Kapelle, sondern auf Wunsch eines Bewohners neben dessen Zimmer. Auch wurde darauf geachtet, wie Bewohner mit kognitiven Einschränkungen reagieren. Bewohner mit kognitiven Einschränkungen äußerten sich sehr positiv: „Wenn ich dieses Foto sehe, weiß ich, dass ich zu Hause bin!“ oder “ Die Gegend kenne ich mein Leben lang, das ist mein Bild“. Genau solche Reaktionen sollen mit dem Projekt erreicht werden. Sämtliche Fotographien sind auf Aluminium gedruckt, und somit abwaschbar und kratzfest, so dass die Bilder auch angefasst werden dürfen. Um das Projekt zu finanzieren haben Amicale Belle-Vue und Lënster Lycée den Löwenanteil übernommen, aber auch viele weitere Sponsoren waren notwendig um diese Orientierungshilfe im Sinne der Bewohner zu realisieren. Als Anerkennung und Dank werden die Spender eine Plaquette mit ihrem Namen unter einem der Bilder wiederfinden.

Text und Fotos : Dan Katzenmeier