Die jungen Füchse und die alten Hasen: Ein Gospelkonzert der Extraklasse

Freitagnachmittag im Forum Geesseknäppchen. Es ist 13 Uhr. Auf der Bühne des Festsaals stehen 50 Schüler des Lycée Michel-Rodange. Gemeinsam mit 40 Sängern der Gruppe Rhummer Gospel fiebern sie ihrem Auftritt entgegen. Als um 13:10 das Licht im Saal ausgeht und die ersten Musiktakte zu hören sind, breitet sich im Publikumsraum ein Lichtermeer aus Handys aus. 600 Schüler wiegen ihre Smartphones im Takt von Evenou Shalom. Dann feuern die Zuschauer die Choristen lautstark an, klatschen und kreischen begeistert. Die Stimmung bebt. So mitreißend kann eine Schulveranstaltung statt.

Beim intergenerationellen Konzert vom 20. April handelte es sich um die Abschlussaktivität der Fuussendeeg. Während zwei Tagen hatten die Schülerinnen und Schüler des Lycée Michel-Rodange die Gelegenheit, Workshops ihrer Wahl außerhalb des normalen Schulrahmens zu besuchen. Dabei stand ein Atelier eben ganz im Zeichen des Gospels. Workshopleiter war Robert Bodja, Seniorenheim-Mitarbeiter und musikalischer Kopf der Rhummer Gospel.

In einem intensiven Schnelllehrgang hat Robert Bodja am Vortag rund 50 junge Füchse in die Kunst des Gospels eingeführt. Auf dem Programm standen Klassiker wie Evenou Shalom oder Victory is mine aber auch gefühlsbetonte Balladen wie It is well with my soul oder Agnus Dei. Tags darauf wurden die Gospelneulinge während dem Konzert von den Mitgliedern der Rhummer Gospel unterstützt.

Die Rhummer Gospel sind ohne Zweifel alte Hasen im Musikbereich und im Leben überhaupt. Sie sind zwischen 73 und 98 Jahre alt und wohnen allesamt im SERVIOR-Haus Op der Rhum, wo sie sich seit vier Jahren zum regelmäßigen Gospelsingen treffen. Doch trotz ihrer Erfahrung hat das Konzert im Rahmen der Fuussendeeg sie geradezu überwältigt. Der Energieaustausch zwischen den Zuhörern und den Choristen war berauschend, falsche Einsätze wurden einfach überklatscht, dazwischen immer wieder Anfeuerungsrufe und leuchtende Handydisplays. „Ich wusste gar nicht, was das ist. Dieses Leuchten habe ich noch nie gesehen“, sagte eine der betagten Sängerinnen nach dem Konzert.

Doch nicht nur die Handys haben geleuchtet. Auch die Augen der Choristen. Und das ganz altersunabhängig. Die Rhummer Gospel haben dank der jungen Füchse zum ersten Mal zeitgenössische Konzertatmosphäre geschnuppert. Und die Lyzeumsschüler wurden Zeuge, dass man auch noch mit über 90 die Bühne rocken kann.

 

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Vor dem Konzert schnupperten die Senioren und die Musiker bereits „Kantinenluft“. In der Tat haben sie im Foyer gegessen. Eine große Sache für die meisten der Rhummer Gospel, für die die Schulzeit schon sehr lange zurückliegt. Nach dem Konzert gab es für jeden Choristen eine Blume, überreicht von den Verantwortlichen des Lyzeums.

Pressespiegel
Gospel-Opféierung fir Schüler aus dem Lycée Michel Rodange (rtl.lu, 21.4.2018)
Die jungen Füchse und die alten Hasen (PDF, Luxemburger Wort, 27.4.2018)

À propos du Lycle Michel-Rodange
Le Lycée Michel-Rodange est un lycée classique se situant à Luxembourg-Ville sur le Campus Geesseknäppchen. Le lycée s’est fixé comme but de promouvoir le bien-être de la communauté scolaire et ce e.a. à travers de nombreux projets comme les Fuussendeeg.  Pendant deux journées les élèves de tous niveaux participeront à des ateliers organisés par des enseignants, des associations ou d’autres intervenants externes. Le thème de cette année est „De toutes les couleurs“. Le but principal est de transmettre à nos élèves le goût de la culture, de leur ouvrir l’esprit sur des valeurs comme la tolérance et le respect des autre

À propos de SERVIOR
Avec une capacité d’accueil de quelque 1.650 seniors, SERVIOR est le plus grand gestionnaire de centres d’hébergement pour personnes âgées au Luxembourg. Actuellement, SERVIOR gère 15 structures (8 CIPA, 6 maisons de soins, 1 résidence seniors) à travers tout le pays. En complément, SERVIOR propose un service de repas sur roues au niveau de 28 communes et gère un foyer de jour à Wiltz. Le fondement légal de SERVIOR se trouve dans la loi modifiée du 23 décembre 1998. Aujourd’hui, SERVIOR emploie environ 1.850 collaborateurs dont plus de la moitié sont affectés aux soins et à l’encadrement.

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