Senioren im Wahlfieber

Wahlen gibt es viele und aus den einzelnen Abstimmungen können ganz verschiedene Amtsinhaber hervorgehen: Abgeordnete,  Regierungschefs, Vorstände,  Betriebsräte… Auch bei SERVIOR, dem größten Betreiber von Wohnstrukturen für ältere Menschen in Luxemburg, wird derzeit gewählt und zwar die diesjährige Zusammensetzung der jeweiligen Heimräte.

Jeder der 16 Heimräte, so viele Seniorenheime- und residenzen gehören zur SERVIOR-Gruppe, versteht sich als Bindeglied zwischen Direktion und Bewohnern und fungiert als Sprachrohr für die Interessen der Senioren. Bei SERVIOR reicht dieses Sprachrohr sogar bis in die oberste Entscheidungsebene: Die Bewohner haben nämlich ihren eigenen Vertreter im Verwaltungsrat. Oder richtiger, Vertreterin!  Denn seit fast 10 Jahren zählt Maria Niederprum, Bewohnerin aus dem CIPA Esch, zu den stimmberechtigen Mitgliedern in diesem wichtigen Gremium und vertritt somit die Interessen von 1550 Senioren.

Nach einem festgelegten Verfahren bestimmen die Bewohner jährlich die Mitglieder ihres Heimrats, wobei sich die Zahl der zu wählenden Kandidaten nach der Größe des Hauses richtet. Die Wahl des Präsidenten für sämtliche SERVIOR-Häuser findet im Zweijahrestakt statt. 2012 ist ein „Superwahljahr“, mit eben beiden Wahlgängen.

Der Aufgabenbereich der Heimräte ist vielseitig: Sie machen zum Beispiel Vorschläge zur Verbesserung in den einzelnen Häusern, nehmen Anregungen und Beschwerden von Bewohnern entgegen und leiten sie weiter oder sie übernehmen gemeinsam mit dem Service „Animation“ Krankenbesuche. Ferner beteiligen sie sich an der Repräsentation des Hauses bei offiziellen Anlässen und leisten wichtige Dienste bei der Betreuung neuer Bewohner.

Maria Niederprum erklärt: „Der Escher Heimrat trifft sich einmal in der Woche mit Claude Gerin, unserem Direktionsbeauftragten. Mit dabei ist auch immer der Küchenchef, da das Essen einen großen Einfluss auf die Zufriedenheit der Bewohner hat. Jedes Heimratsmitglied kann etwaige Beschwerden oder Wünsche vorbringen“. So wird zum Beispiel gesprochen über zu lautes Fernsehen, zu kalte Suppe oder einen Sonderwunsch für einen Ausflug. Diese Anliegen können meistens hausintern und unkompliziert geregelt werden.  In einem der SERVIOR-Häuser oblag die Regelung eines Problems einmal nicht der internen Organisation und so hat sich der Heimrat an den „Ombudsmann“ gewendet. So weit kann die Handlungsbreite also gehen.

Bevor Maria Niederprum Mitglied im Heimrat und später auch Präsidentin sämtlicher Heimräte wurde, hat sie als Freiwillige bei der Croix-Rouge während 55 Jahren jede Menge Erfahrungen im Umgang mit Menschen gesammelt. Und davon profitiert sie auch heute noch. Sie ist äusserst zuvorkommend und hilfsbereit und geht mit einem Lächeln auf die Leute zu. „Et muss een och de Mut hun, eppes ze soen an ze handelen“, so die fast 90-Jährige.

Um sich nicht nur auf ihr Haus zu fokussieren, besucht sie alljährlich sämtliche SERVIOR-Institutionen. Zudem treffen sich alle Heimratsmitglieder zweimal im Jahr mit dem Präsidenten des Verwaltungsrats zu einer Arbeitssitzung. „An daat ass och gutt esou“, unterstreicht Maria Niederprum.

Ob Maria Niederprum auch 2012 wieder zur Präsidentin aller Heimräte gewählt wird, wird sich erst Anfang Juni rausstellen. Aufgestellt hat sie sich doch zuerst muss sie auch noch die Escher Wahlen für sich entscheiden. Egal wie das Wahlresultat später aussehen wird, im Vordergrund wird die Interessenwahrung der Bewohner in den SERVIOR-Häusern stehen.

SERVIOR – Wer wir sind
Mit etwa 1600 Betten ist SERVIOR der größte Betreiber von Wohnstrukturen für ältere Menschen in Luxemburg. Derzeit verwaltet SERVIOR 16 Einrichtungen, darunter 12 Altenheime (CIPA), 3 Pflegeheime und 1 Seniorenresidenz. Außerdem bietet SERVIOR 560 Menschen in 20 verschiedenen Gemeinden Essen auf Rädern an. Das öffentlich-rechtliche Unternehmen wurde durch das abgeänderte Gesetz vom 23. Dezember 1998 gegründet und beschäftigt heute rund 1500 Mitarbeiter, davon mehr als die Hälfte im Pflegebereich.

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