Making of eines Albums: D’Hechtercher aus der Stad meets Africa

Die Bandmitglieder sind alle über 70 Jahre alt, der Bandleader kommt aus Togo. Die Liedertexte stammen aus Luxemburg und aus Afrika. Jeder aus dem Ensemble ist Sänger und Musiker zugleich und begleitet sich selbst auf einer Trommel oder einem anderen Perkussionsinstrument. Zusammen nehmen sie eine CD auf, die Tonaufnahmen werden finanziert von der Amicale „Les Amis du Centre du Rham“. Ein äußerst spannendes Projekt, getragen vom Cipa Centre du Rham (SERVIOR), der ASTI (Association de Soutien aux Travailleurs Immigrés) und der ASTM (Action Solidarité Tiers Monde) im Rahmen des Projektes „Ateliers des Cultures“ des Kooperationsministerium.

Wenn Robert Bodja „Kätchen, Kätchen breng mir nach en Pätchen“ anstimmt, dabei auf seiner kniehohen Djembé spielt und nach der ersten Strophe von 15 Seniorinnen und Senioren begleitet wird, dann wundert man sich zuerst. Robert Bodja ist Musiker und Mitarbeiter der ASTM, eine Nicht-Regierungs-Organisation die sich für Dritte-Welt-Belange einsetzt und besonders viel Sensibilisierungsarbeit hier in Luxemburg leistet. Und dass diese Arbeit sich nicht nur auf Schulklassen beschränkt zeigt, dieses Projekt eindrucksvoll.

Seit vier Jahren trifft Robert sich mit einer Gruppe Senioren zum regelmäßigen Djembé-Spielen. Geübt werden Rhythmus, Technik und Texte. Treffpunkt ist jedes Mal „d’Rhum“, der Wohnort der teilnehmenden älteren Damen und Herren. Sie sind nämlich alle Bewohner des dort gelegenen Altenheims. Früher wurde schon im „Dällchen“ gespielt. Pia Hoffmann, die das Projekt seitens SERVIOR begleitet, erklärt: „Die Idee einer CD haben wir schon etwas länger, richtig konkret wurde es nach dieser Sommerpause. Die Tonaufnahmen finden im Centre sociétaire unter professioneller Leitung statt. Im Ganzen, werden wir dreimal zusammenkommen, dann müssten wir genügend Material haben.“

Für das Ensemble der „Rhummer Drummerten“ war es zu Anfang etwas ungewohnt, die Texte und die Musik einzeln einzuspielen, doch dann klappt es schließlich hervorragend. „Fast wie bei Shakira“, meint eine der Damen als der Toningenieur ihr ein zweites Mikro hinschiebt. Und als zum Schluss Robert Bodja das Zeichen gibt, dass wieder zeitgleich gesungen und getrommelt werden kann, kommt eine ganz spezielle Stimmung auf: Der Gesang wird rhythmischer, die Bewegungen fließender. Sogar eine kleine Improvisation gelingt. Viele lachende, ältere Gesichter und Hände, die geübt auf den Trommeln tanzen.

Die CD wird ab dem 5. April erhältlich sein. Schon jetzt kann man sich darauf freuen.